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Im Siegerland: Der Gruberich, Erz und Schlösser

 

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Die Ginsburg erzählt von alten Zeiten. Vom Turm gibt’s einen Rundblick über Höhen und Wälder im Siegerland. (Foto/c: presseweller)

 

Er soll den Bergleuten Schutz geboten haben, der „Gruberich“, so schreibt es jedenfalls der Siegerländer Schriftsteller Georg Hainer in einem Gedicht in „Dat Siegerland“. Immerhin gilt die Region im südlichen Westfalen zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz als „Eisenland“, weil es ehedem für seinen Erzreichtum bekannt war und es überall Gruben und Schächte gab, von Ameise, Glück Auf und Martinshardt über Fortuna bis zur Pfannenberger Einigkeit, um nur einige wenige zu nennen. Irgendwann aber erloschen die Grubenlichter und hier und da, wie zum Beispiel in Eiserfeld und Salchendorf bei Neunkirchen, gibt es noch die Möglichkeit eines kleinen Einblicks. Einen Förderturm nebst kleinem Museum gibt es auch am Grimberg, unterhalb der Eremitage in Niederdielfen.

Die alte Bergwerks- und Hüttentradition schimmert immer wieder auf, und so gibt es auch noch eine Siegerländer Bergknappenkapelle. Wenn sie „Glück-auf, Glück-auf, der Steiger kommt …“ intoniert, entsteht gerade für diejenigen, die noch einen Teil der Bergmannszeit miterlebt oder davon von ihren Vätern oder Großvätern erfahren haben, eine besondere Atmosphäre. In Museen lässt sich ebenfalls anhand von Ausstellungsstücken bis zu Abrechnungsdokumenten ein Teil der früheren Zeiten nachvollziehen. Allerdings: Statt einzelne solcher besonderen Bergwerks-Anlagen mit Förderturm und Kaue als Denkmäler zu erhalten, regierte meist er Abriss. Schade.

In Siegen selbst, wo die großen Statuen von Bergmann und Hüttenmann, im Volksmund „Henner und Frieder“, seit jeher auf der Siegbrücke in der Unterstadt standen, werden sie nach vielem Hin und Her und großen baulichen Veränderungen in diesem Bereich nun zumindest wieder in der Nähe platziert. Diese Skulpturen des Bildhauers Reusch entstanden vor über 100 Jahren.

Schlösser und Burgen

Geschichte ist stets mit Schlösser und Burgen verbunden. In der Stadt Siegen gibt es gleich zwei Schlösser, das Untere und das Obere Schloss. Beide liegen auf relativ kurzem Weg in der ursprünglich „alten Stadt“ auf dem Siegberg beieinander, jenseits der Sieg. Hintergrund für die Zweiteilung war die Reformation. So gab es bei den einstigen Fürsten unterschiedliche Ausrichtungen. Die Verbindungen reichen unter anderem bis Nassau und Oranien (Niederlande). Während das Untere Schloss mit dem markanten Dicken Turm und der Fürstengruft die verschiedensten Nutzungen hatte und hat, ist in einem Teil des Oberen Schlosses, ganz oben auf dem Siegberg, seit über 100 Jahren das Siegerlandmuseum beheimatet. Ein schöner Spazierweg ist es auch zur Ginsburg in Lützel. Der Ort gehört zu Hilchenbach. Anderweitig genutzt wird auch das Wasserschloss Hainchen, das idyllisch am Berghang im gleichnamigen Netphener Ort liegt, und wo auf der Höhe die Grenze zu Hessen verläuft. In noch mehreren anderen Orten gibt es Burganlagen oder Reste davon. Über Ritter und mehr wurde in verschiedenen Heimatbüchern berichtet.

Alles das sind nur Facetten des Landes an der Sieg, dem man geschichtlich in Museen und Büchern folgen kann. Mit seinen Mischwäldern, Haubergen, Rieselwiesen und dem Quellgebiet Rothaargebirge hat das Siegerland auch sonst einiges für den Geschichts-, Kultur- und Kunstinteressierten zu bieten, Stichwort Peter Paul Rubens.

Das eine und andere, von Hauberg bis Mundart, ist auch auf http://www.buch-juwel.de gerafft zusammengefasst. (Mai 2013 jw)

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