BuchJuwel: Das Siegerland im Blick

Neu: Aus alten Zeiten im Siegerland

4. Oktober 2014. Siegen (buchjuwel). Mit Mundart, Geschichtlichem und Bodenständigen wie typischen Siegerländer Gerichten hat man bei buch-juwel.de stets das Siegerland im Blick. Völlig neu sind die Magazine „Aus alten Zeiten im Siegerland“ und „Siegerländer Herbst“. Die Magazine, die einmal mehr die Verbundenheit zur Region zeigen, sind werbefrei und über die BuchJuwel-Internetseite frei zugänglich.

Mit „Aus alten Zeiten im Siegerland“ hat der Kleinverlag BuchJuwel (www.buch-juwel.de) nun den ersten sechsseitigen Teil seiner Magazinreihe aufgelegt, die nach Zeitzeugenaussagen sowie mit Dokumenten und Fotos in geraffter Form die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und bis weit in die 1930er-Jahre beschreibt. In den Folgeausgaben geht es um den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach.

Wenn natürlich auch auf allgemeine Themen während der Weimarer Republik  wie die irren Reparationsforderungen der „Siegermächte“, die weit nach dem Krieg erfolgte Besetzung des Ruhrgebiets, Inflation sowie Börsen-Crash (Zusammenbuch) und Weltwirtschaftskrise eingegangen wird, stehen die Menschen und ihre Erlebnisse im Vordergrund, zusammengestellt nach Befragungen von Zeitzeugen, Dokumenten und Fotos. In die Zeit der 1930er fallen schließlich auch die hohe Arbeitslosigkeit und der Aufstieg der NSDAP, der nationaslsozialistischen Partei. Interessierte finden im Magzin einen Kurzüberblick zur Situation in der Siegerländer Heimat.

Natur und Jahreszeiten

Wälder, Niederwälder, Hauberge, Jahredszeiten sind immer wieder ein Thema zur Siegerländer Heimat bei buch-juwel. Im Magazin „Siegerländer Herbst“  werden richtig bunte Facetten des Siegerländer Herbstes gezeigt. Der ist so farbenfreudig, dass man sich nicht hinter anderen Herbstbildern aus anderen Ländern verstecken muss. Und wenn das Wetter passt, laden die Herbsttage Interessierte natürlich zum Wandern wie über den Siegerland-Höhenring, den Rothaarsteig oder seine Zugangs-Wanderwege ein. Es ist eine Freude, das Farbenspiel des Herbstes im Siegerland zu erleben. Einige bunte Facetten davon gibt es im frei zugänglichen Magazin „Siegerländer Herbst“.

Die Magazine können zugangsfrei auf http://www.buch-juwel.de aufgerufen und angeschaut werden, als PDF oder als Magazin zum Blättern.

*Interessierte Redaktionen, ob Print oder online, können nach Absprache Einzelfotos bei uns abrufen.*

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Backes und mehr im Siegerland

Die Region hat viel Interessantes zu bieten / Jung Stilling und Grund

August 2014. Siegen (dialog/jw). Mag das Siegerland  auch manchen nicht so sehr bekannt sein, so gibt es dennoch viel Interessantes, schöne Landschaften und eine reiche Geschichte. Der sehr waldreiche Landstrich im südlichen Westfalen lädt nicht nur zum Wandern ein, sondern hat auch kultur- und wirtschaftsgeschichtlich einiges zu bieten. Das lässt sich teils vor Ort und sonst in Heimatmuseen nacherleben. Neben der Gruben-, Hütten- und Hammerwerkgeschichte sind es im ländlichen Bereich gerade die Backhäuser und Kapellenschulen, die Aufmerksamkeit verdienen.

Im alten „Eisenland an der Sieg“ wurde früher, teils bis in die 50er-Jahre, das gemeinsame Backen gepflegt. In den meisten Orten heißt das Backhaus „Backes“, wie auch in manchen anderen Regionen Deutschlands. In vielen Dörfern haben Heimatfreunde bzw. – vereine diese Tradition wieder belebt. Sie haben Backhäuser restauriert oder ganz neu aufgebaut und halten zu verschiedenen Terminen Backtage mit Brotverkauf ab. Das reicht vom Freudenberger Raum über das Netpherland bis in den Hickengrund.

Früher wurden „Schanzen“ zum Anheizen des Ofens genutzt. Schanzen sind Reisigbündel aus kleinen Ästen von Eichen, Buchen, Birken, die in den Haubergen, dieser ebenfalls für das Siegerland typischen Niederwaldbewirtschaftung, anfielen. Hier und da wird heute noch so verfahren. Zum Thema Hauberg kann man auf den Seiten von buch-juwel.de eine Zusammenfassung aufrufen. Beim traditionellen Brot, das einen hohen Roggenanteil hatte, spricht man daher noch heute vom „Schanzenbrot“. Zu den Backtagen in den Gemeinschaftshäusern gab es für den Backtag oft eine Verlosung der Backzeiten. Das machte Sinn. So war es stets unterschiedlich, wer zuerst kommen und Feuer machen musste. Neben Brot wurde auch so genannter „Blechkuchen“, zum Beispiel Streuselkuchen, mit der Nachhitze gebacken.

Schule und Gottesdienst

Schon früh bildeten sich Gebäude heraus, die der Gemeinde als dörfliche Kirche oder Kapelle dienten und schließlich auch zum Schulunterricht genutzt wurden, die so genannten Kapellenschulen. In vielen Gemeinden wurde für den Nachwuchs die „Sonntagsschule“ zur Bibel- und Religionsvermittlung ebenfalls  hier abgehalten. Das war eine praktische und wirtschaftliche Kombination, weil man so nicht in zwei Gebäude investieren musste. Man erkennt diese Schulen meist direkt an dem kleinen Glockentürmchen auf dem Dach.

Zu unserer Zeit in den 1950ern boten die „Volksschulen“ die Möglichkeit, bis zur achten Klasse und zum Abschluss „vor Ort“ zu bleiben. Dem heutigen Bildungssystem nach geht es nach der Grundschule in der Hauptschule bis zur 10. Klasse – abgesehen von den Möglichkeiten, Realschule, Gymnasium zu besuchen oder eine der verschiedenen neuen Schulformen zu nutzen.   Ob als Basis das „Hauptschul-“ besser ist als das frühere „Volksschulsystem“, ist eine ganz andere Frage. Unserer Auffassung nach ist es überhaupt gut, wenn es im engen örtlichen Nahbereich eine Grundschule gibt.

Schöne Kapellenschulen-Gebäude

In vielen Dörfern haben sich die Kapellenschulen, oft fein renoviert, erhalten, vom Hilchenbacher über den Freudenberger Raum bis ins Burbacher Gebiet. Oft werden diese Gebäude – meist, aber nicht immer in Fachwerkbauweise – als Heimatstuben oder Museen genutzt. Wer auf Urlaub im Siegerland ist, sollte mal schauen, zum Beispiel in Grund (heute zu Hilchenbach gehörig), dem Dorf, in dem der wegen seiner schon frühen Staroperationen bekannte Augenarzt, Literat und und … Jung-Stilling geboren ist. Das wiesenumgebene Dorf mit seinen vielen Fachwerkhäusern und den ringsum gleich ansteigenden bewaldeten Höhen wäre schon einfach so ein Urlaubsidyll. Aber mittendrin stehen auch die Kapellenschule und das Geburtshaus von Jung-Stilling. Bei Interesse ist es zu empfehlen, sich einmal diese und andere Kapellenschulen anzuschauen und auch die Backhäuser, vielleicht in Verbindung mit einem der Backtage und dabei, sofern angeboten, ein knuspriges Backesbrot mit Butter, Griebenschmalz oder Hausmacher Wurst probieren – das alles passt gut und ist einfach köstlich.

Beim Verlag Buch-Juwel laufen zurzeit neue Projekte mit spezieller Thematik. Einfach hin und wieder mal auf http://www.buch-juwel.de schauen, was sich tut. Ohnehin gibt es dort noch mehr rund ums Siegerland. Zum Anschauen alles ohne Anmeldung und kostenfrei!

Vom Erz zum Eisen: Siegerland in vielen Facetten

Juli 2014. Siegen (Dialog). Das Siegerland hat viele Facetten und eine reiche Geschichte. Bauten hier doch schon vor rund 2.500 Jahren die Kelten das Erz ab und gewannen ihm das begehrte Material Eisen ab. Im Land an der Sieg entstanden später Bergwerke, Hütten und Hammerschmieden, und dazu gab es die Hauberge, die Holz lieferten. Der Siegerländer Autor Georg Hainer, hat das eine und andere „Siegerländische“ in Heimatbüchern, aber auch auf der Internetseite buch-juwel.de beschrieben.

Die Bergwerke, die Gruben, haben die Zeiten nicht überlebt. Es existieren aber noch einige wenige „Museums-Bergwerke“. So können sich Interessierte zum Beispiel in Salchendorf bei Neunkirchen, in Eiserfeld, „Reinhold-Forster-Erbstollen“, und in Museen wie in Müsen, auf der Eremitage und im Siegerlandmuseum in Siegen, wo ein Schaustollen „unter Tage“ angelegt ist, einen kleinen Eindruck verschaffen. Leider hat man es im Siegerland weitgehend versäumt, die oberirdischen Grubengebäude, vom Förderturm bis zur Waschkaue, wie auf der „Ameise“ in Siegen oder am „Pfannenberg“ als eine Art Industriekultur wenigstens an markanten Orten zu erhalten. Schade drum. Weil früher Siegerländer Eisenerz und Eisen ein begehrtes Gut war und es mit die tiefsten Gruben gab. Schön ist zumindest, das sich zum Beispiel in Niederschelden eine Bergknappenkapelle erhalten hat, die gerade ein Jubiläum gefeiert hat. Und dann klingt es auch schon in den Ohren „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt …“.

Der Siegerländer Vergangenheit hat sich schon lange der Schriftsteller Georg Hainer angenommen. In den von ihm geschriebenen Büchlein geht es in Geschichten und Gedichten um die verschiedensten Traditionen und Eigenheiten im Siegerland, veröffentlicht im Verlag Buch-Juwel. So fand auch das Büchlein „Wo Eisen in den Bergen liegt“ besonderen Zuspruch. Zur Bergmanns- und Hüttentradition wurde gerade auch ein neues bebildertes Gedicht verfasst.

Traditionelles und Neuheiten

Findet sich auf den Verlagsseiten www.buch-juwel.de so manches Traditionelle, vom Hauberg, der besonderen Art der Niederwaldbewirtschaftung, bis zu typischen Speisen der Region, so ist doch ständig Neues in Arbeit. Neben den verschiedenen Bilderbogen und Postern zur Region, steht etwas Typisches zum Siegerland mit vielen Bildern kurz vor der Fertigstellung. Außerdem soll die Mundart-Reihe in besonderer Form ergänzt werden. „Wahrscheinlich wird beides zum Herbst hin spruchreif sein“, heißt es dazu von Verlagsseite.

Kurz vor Fertigstellung steht auch die neue Trilogie „Siegerland aus alten Zeiten“, die nach dem Ersten Weltkrieg beginnt, in die 20er- und 30-Jahre, dann in die 1940er und schließlich bis Anfang der 1950er führt: Nicht wissenschaftlich mit einer Aneinanderreihung von Daten und Fakten, sondern anhand von Aussagen und Erzählen von Zeitzeugen zusammengestellt sowie mit Bildern und Dokumenten aus dem Alltag unterlegt.

Das neue Gedicht von Georg Hainer „Vom Erz zum Eisen“ ist aber schon jetzt über buch-juwel.de, gleich auf der Titelseite, abrufbar.

Über die Webseiten www.buch-juwel.de findet man mehr zu Siegerländischem. Über diese Seite gibt es auch Anfragemöglichkeiten. Alle Heimatbücher sind ausverkauft. Vom Buch „Em Siegerland“ aus 2013 stehen aus der Nachauflage noch Restexemplare zur Verfügung.

Fußball – Immer ein Thema im Siegerland

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Waren zwei zusammen, reichte das, um „vor der Tür“ zu fußballen und viel Spaß dabei zu haben, ob in Straßen-, Turn- oder Fußballschuhen. (Foto©: presseweller)

Jetzt in Brasilien, 1954 Schweiz und bei uns früher „auf der Straße“

Juni 2014. (dialog/jw). Geht es nun in diesem Monat in Brasilien in Sachen Fußball darum, welche Mannschaft sich mit viel Glück und Spielwitz am Ende „Weltmeister“ nennen kann, so hatte das Spiel mit dem Ball auch im Siegerland schon immer viele Freunde. Viele erinnern sich an frühere Austragungen und vor allem an den Juli 1954, als sich Deutschland in der Schweiz gegen Ungarn den Titel holte.
Überall waren doch nicht wenige von Kind auf mit Fußball konfrontiert. Das war auch im Siegerland und in unserer Straße so. Da es in den 1950er-Jahren noch viele Kinder verschiedenen Alters gab, ließen sich leicht zwei kleine drei- bis fünfköpfige Mannschaften zusammenstellen, um gegeneinander anzutreten, viel Bewegung und jede Menge Spaß zu haben. Am späten Nachmittag kickten auch noch manche Väter mit. Etwas verbissener und intensiver ging es schon zu, wenn Mannschaften zweier Straßen gegeneinander antraten. Dann musste ein Sieg her, was uns zweifellos nicht immer gelang. Gespielt wurde auf der Straße oder auf einer großen Wiese. Die Tore bildeten Bäume oder Tornister oder Klamotten, die man nach dem Spiel wieder überstreifte. Auf der Straße gekickt wurde auch dann, wenn einmal keine zwei Mannschaften zusammenkamen. Es wurden ein – neutraler – Tormann und mindestens zwei Spieler gebraucht, die gegeneinander antraten und „auf ein Tor spielten“. Klasse Sache, schnell und spannend.
Im Siegerland gab es viele Mannschaften, in nahezu jedem Dorf. In nachhaltiger Erinnerung sind hier wenige, beispielsweise der SuS Niederschelden, der VfL Klafeld-Geisweid, der VfB Weidenau sowie in Siegen neben den Sportfreunden Siegen der BC Eintracht Siegen und Grün-Weiß Siegen. Ein herausragendes Ereignis für das Siegerland und vor allem die Fußballinteressierten war zweifelsfrei, als die Sportfreunde Siegen im Juni 1955 Deutscher Amateurmeister wurden. Ausgetragen wurde das Spiel in Wetzlar. So manche Namen wie Paul Haase, Otto Nauroth, Herbert Schäfer und, Tormann, Werner Steffe klingen noch heute im Ohr. Im Bereich der Eintracht begrüßten später viele Menschen das Team. Wir waren dabei!

Vom Radio zum Fernsehen
Schon ein Jahr davor, 1954 in der Schweiz, gab es ein fußballerisches Großereignis für Deutschland. Mit dem Sieg über Ungarn wurde das Team unter Trainer Sepp Herberger Weltmeister. Grenzenloser Jubel. Noch im jüngeren Kindesalter verfolgten wir und andere sportinteressierte Familien in den Nachkriegsjahren so manches Spiel am Radio mit, ob Fußball oder Handball. Das Fernsehen brauchte noch etwas.
Aber schon 1958 konnten wir bei einem Bekannten hin und wieder Sportereignisse im Fernsehen sehen. In Sachen Fußball wurde in dem Jahr der Weltmeister in Schweden ausgekickt. Sieger wurde Brasilien, der diesjährige Gastgeber, Deutschland kam auf den vierten Platz. Im Jahr 1962, am Übergang zur Jugend, war zum Turnier in Chile schon der eigene häusliche Fernseher da. Spannend.

Siegerland: Kultur aktuell und Magazine

22. Mai 2014. Siegen (buch-juwel). Seit wenigen Wochen läuft in Siegen wieder die beliebte Veranstaltungsreihe „Sonntagsnachmittags um vier im Schlossgarten“.  Bis in den September hinein gibt es an der Veranstaltungsstätte  im Park des Oberen Schlosses jeden Sonntag ab 16 Uhr – vorbehaltlich witterungsbedingter Ausfälle – Konzerte und mehr, und zwar bei freiem Eintritt. Vorher oder nachher kann man noch den Park mit seinen vielen Blumenarrangements erkunden oder dem Siegerlandmuseum im Oberen Schloss einen Besuch abstatten. Da leben Peter Paul Rubens, Fürstenzeiten wie von Johann Moritz zu Nassau-Siegen und die Eisenerztradition des Siegerlandes auf. Dazu kann man im Museum auch „unter Tage“ gehen und sich anschauen, wie die nicht leichte Arbeit der Bergleute war. 

Vom 5. bis zum 9. Juni, also über Pfingsten, läuft auf dem Giller in Lützel (Hilchenbach)  KulturPur, ein Festival mit Konzerten, Theater und vielem mehr, das längst überregional bekannt ist.  Alt und Jung kommen auf dem Giller zusammen, um in den Veranstaltungszelten, openair und an der Ginsburg den einen oder anderen Auftritt zu erleben. Dem Programm nach werden zum Beispiel die Simple Minds, die Philharmonie Südwestfalen, Kim Wilde und BAP dabei sein. 

Siegerland-Magazine

Einige Facetten des Siegerlandes im Südwestzipfel Westfalens, gleich an Hessen und Rheinland-Pfalz angrenzend, kann man auch in vier- und mehrseitigen Magazinen kennen lernen, die der Verlag Buch-Juwel herausgibt und die frei zugänglich und kostenlos im Internet angeschaut werden können. Frühling, Fachwerk, Kohlenmeiler und mehr werden so sichtbar gemacht. Die Magazine zu den verschiedenen Themen erscheinen unregelmäßig, aber mehrmals im Jahr. Neu in Planung ist eine Magazin-Reihe mit dem Thema „Alte Zeiten im Siegerland“.  Mehr Infos dazu und Links zu Magazinen und Videosequenzen zum Siegerland können meist direkt über die – in Nuancen erneuerte – Titelseite angesteuert werden:

http://www.buch-juwel.de.   

Georg Hainer: Heimat Siegerland

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In Gedichten, Beiträgen und Geschichten

Januar 2014. Siegen. „Heimat“, dieser Begriff oder auch dieses Lebensgefühl durchzieht nahezu alle Gedichte und Geschichten sowie Beiträge, die Autor Georg Hainer vornehmlich für den kleinen Verlag Buch-.Juwel verfasst. Religiösität und Heimatgefühl spielen dabei ebenso Rollen wie die traditionelle Wirtschaft der Region, vom Eisenerz bis zum Hauberg.

Einmal abgesehen von allgemeinen Themen-Gedichten, die unter anderem in der Zusammenarbeit mit dem Kärntner Holzbildhauer Lorenz Wieser als „Lyrisches Bildhauen“ sowie in frühen Gedichtbändchen wie „Ferne Träume – Brücken suchend“ entstanden, widmet sich der westfälische Schriftsteller und Autor Georg Hainer überwiegend heimatlichen Themen. Heimat ist für ihn gleich Siegerland. In den Büchlein des Verlages Buch-Juwel finden sich denn auch so einige lyrische Perlen, ob vom Bergmann oder vom wohl letzten Besuch in der Heimat oder ganz profan vom „Riewekooche“, wie der Siegerländer ein ganz besonderes Brot bezeichnet.

Ob frühe Kindheit, Schulzeit oder Jugend: Es werden Erinnerungen belebt. Es sind nicht nur seine eigenen aus über 60 Jahren Siegerland-Leben mit vielen Facetten, sondern auch die der Vor- und teils der Vor-Vor-Generation, wie er sie aus Erzählungen und Gesprächen kennt. Wie es einst beim „Backes“, dem Backhaus war, was im Hauberg getan werden musste, was Kornritter sind, wie es Bombenangriffe aufs Land gab und auch Lustiges im Dorfleben einst: Das und mehr erzählt Hainer in seinen Gedichten und Geschichten nach. Wenn er für die eine oder andere Geschichte auch auf allgemein zugängliche geschichtliche Daten und Hintergründe zurückgreift, so will er seinen Darstellungen dennoch keinen wissenschaftlich-historischen Anschein geben, sondern erzählen, wie Menschen dies und das selbst erlebt haben, und das in einer Sprache, die jeder versteht, weitgehend ohne Fachausdrücke und Verweise. Mehr noch, wenn er in „Platt“, Siegerländer Mundart, schreibt, fügt er die Erklärung in Hochdeutsch gleich an.

Bodenständig

Das Bodenständige, Authentische aus Hainers Zeiten drückt sich überall aus. Toleranz zu allen Glaubensrichtungen und auch zu denen, die sich keines Glaubens bekennen, ist gelebte Praxis.

In den Texten von Georg Hainer drücken sich auch immer wieder seine christlichen Wurzeln aus. Unter anderem dadurch, dass er seit Jahren Übersetzungen biblischer Geschichten und Gebete in „Platt“ übersetzt, vom Vaterunser, das er „Oos Babbe“ genannt hat, bis zum Glaubensbekenntnis wie im neuen Büchlein „Em Siegerland“ und von der Geburtsgeschichte nach dem Lukasevangelium bis zur Schöpfung nach der Bibel.

Es sind aber auch allgemeine Siegerländer Themen, die auf der Seite buch-juwel.de kostenlos abzurufen sind und von dort verbreitet werden, von „Hauberg“ bis zu Siegerländer Gerichten wie Klöße mit Speck- und Zwiebelsoße. Da hat auch der Genuss seinen Platz.

Die verschiedenen Büchlein sind trotz Nachdrucken alle ausverkauft. Für das aktuelle „Em Siegerland“ läuft nun wegen der Nachfrage nochmals ein Nachdruck.

Mehr zu den Siegerländer Büchlein und verschiedenen Themen erfahren Interessierte – mit kostenlosem und anmeldungsfreiem Zugang – auf den Seiten http://www.buch-juwel.de

Foto: Fachwerk, Alte Vogtei in Burbach. (Foto: presseweller.de)