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Siegerland: Backes und Kapellenschule

Der Backes in Heuslingen, im Freudenberger Land. (Foto: (c) presseweller)

Neues Online-Magazine von Buch-Juwel

Dezember 2014. Siegerland (Dialog). Seine Reihe der Online-Magazine zum Siegerland und zu anderen Regionen und Themen hat der Siegener Verlag Buch-Juwel nun um sechsseitige bebilderte Magazin „Aus dem Siegerland. Backes und Kapellenschule. Geschichte, die noch erlebbar ist“ ergänzt.

In Texten und Fotos geht es um die Tradition der Backhäuser, im Siegerland „Backes“ genannt, die schon seit Jahrzehnten in vielen Siegerländer Orten wiederbelebt wurde. Ob im Freudenberger Land, rund um Siegen oder im Burbacher Land und im Hickengrund: Überall sind renovierte, restaurierte oder neu aufgebaute Backhäuser, oft im traditionellen Fachwerkstil aber auch mit Putzfassade zu sehen. Durch Backtage und Backesfeste sind es nicht nur starre Baulichkeiten, sondern mit Leben erfüllt. In der Regel sind Heimatvereine die Träger.

Das ist auch bei den ehemaligen Kapellenschulen meist so. Mitte des 16. Jahrhunderts ins Leben gerufen, wurde neben dem Hauptzweck als Kapelle oder kleine Kirche auch Schulunterricht in den Räumlichkeiten abgehalten. Viele der Kapellenschulen, oft in Fachwerk, sind renoviert oder restauriert. Typisches Merkmal ist das Türmchen auf dem Dach. Sie dienen heute zum Beispiel Heimatvereinen als Räumlichkeit, sind als Museum oder Heimatstube hergerichtet. Die ehemaligen Kapellenschulen, teils wahre Schmuckstücke, sind noch in vielen Orten des Siegerlandes zu finden.

Magazin im Web frei zugänglich

Das neue Online-Magazin „Backes und Kapellenschule“ gibt einen kleinen Einblick. Es kann zugangsfrei zum Lesen und Anschauen über die Seite „Magazine, Videos, Blogs“ auf www.buch-juwel.de und auf www.presseweller.de als PDF oder zum Blättern aufgerufen werden.

Über die angegebenen Seiten kann auch das neue Kurzvideo „Von Advent bis Weihnachten: Gemütlich ist’s“ aufgerufen werden. (presseweller)

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Backes und mehr im Siegerland

Die Region hat viel Interessantes zu bieten / Jung Stilling und Grund

August 2014. Siegen (dialog/jw). Mag das Siegerland  auch manchen nicht so sehr bekannt sein, so gibt es dennoch viel Interessantes, schöne Landschaften und eine reiche Geschichte. Der sehr waldreiche Landstrich im südlichen Westfalen lädt nicht nur zum Wandern ein, sondern hat auch kultur- und wirtschaftsgeschichtlich einiges zu bieten. Das lässt sich teils vor Ort und sonst in Heimatmuseen nacherleben. Neben der Gruben-, Hütten- und Hammerwerkgeschichte sind es im ländlichen Bereich gerade die Backhäuser und Kapellenschulen, die Aufmerksamkeit verdienen.

Im alten „Eisenland an der Sieg“ wurde früher, teils bis in die 50er-Jahre, das gemeinsame Backen gepflegt. In den meisten Orten heißt das Backhaus „Backes“, wie auch in manchen anderen Regionen Deutschlands. In vielen Dörfern haben Heimatfreunde bzw. – vereine diese Tradition wieder belebt. Sie haben Backhäuser restauriert oder ganz neu aufgebaut und halten zu verschiedenen Terminen Backtage mit Brotverkauf ab. Das reicht vom Freudenberger Raum über das Netpherland bis in den Hickengrund.

Früher wurden „Schanzen“ zum Anheizen des Ofens genutzt. Schanzen sind Reisigbündel aus kleinen Ästen von Eichen, Buchen, Birken, die in den Haubergen, dieser ebenfalls für das Siegerland typischen Niederwaldbewirtschaftung, anfielen. Hier und da wird heute noch so verfahren. Zum Thema Hauberg kann man auf den Seiten von buch-juwel.de eine Zusammenfassung aufrufen. Beim traditionellen Brot, das einen hohen Roggenanteil hatte, spricht man daher noch heute vom „Schanzenbrot“. Zu den Backtagen in den Gemeinschaftshäusern gab es für den Backtag oft eine Verlosung der Backzeiten. Das machte Sinn. So war es stets unterschiedlich, wer zuerst kommen und Feuer machen musste. Neben Brot wurde auch so genannter „Blechkuchen“, zum Beispiel Streuselkuchen, mit der Nachhitze gebacken.

Schule und Gottesdienst

Schon früh bildeten sich Gebäude heraus, die der Gemeinde als dörfliche Kirche oder Kapelle dienten und schließlich auch zum Schulunterricht genutzt wurden, die so genannten Kapellenschulen. In vielen Gemeinden wurde für den Nachwuchs die „Sonntagsschule“ zur Bibel- und Religionsvermittlung ebenfalls  hier abgehalten. Das war eine praktische und wirtschaftliche Kombination, weil man so nicht in zwei Gebäude investieren musste. Man erkennt diese Schulen meist direkt an dem kleinen Glockentürmchen auf dem Dach.

Zu unserer Zeit in den 1950ern boten die „Volksschulen“ die Möglichkeit, bis zur achten Klasse und zum Abschluss „vor Ort“ zu bleiben. Dem heutigen Bildungssystem nach geht es nach der Grundschule in der Hauptschule bis zur 10. Klasse – abgesehen von den Möglichkeiten, Realschule, Gymnasium zu besuchen oder eine der verschiedenen neuen Schulformen zu nutzen.   Ob als Basis das „Hauptschul-“ besser ist als das frühere „Volksschulsystem“, ist eine ganz andere Frage. Unserer Auffassung nach ist es überhaupt gut, wenn es im engen örtlichen Nahbereich eine Grundschule gibt.

Schöne Kapellenschulen-Gebäude

In vielen Dörfern haben sich die Kapellenschulen, oft fein renoviert, erhalten, vom Hilchenbacher über den Freudenberger Raum bis ins Burbacher Gebiet. Oft werden diese Gebäude – meist, aber nicht immer in Fachwerkbauweise – als Heimatstuben oder Museen genutzt. Wer auf Urlaub im Siegerland ist, sollte mal schauen, zum Beispiel in Grund (heute zu Hilchenbach gehörig), dem Dorf, in dem der wegen seiner schon frühen Staroperationen bekannte Augenarzt, Literat und und … Jung-Stilling geboren ist. Das wiesenumgebene Dorf mit seinen vielen Fachwerkhäusern und den ringsum gleich ansteigenden bewaldeten Höhen wäre schon einfach so ein Urlaubsidyll. Aber mittendrin stehen auch die Kapellenschule und das Geburtshaus von Jung-Stilling. Bei Interesse ist es zu empfehlen, sich einmal diese und andere Kapellenschulen anzuschauen und auch die Backhäuser, vielleicht in Verbindung mit einem der Backtage und dabei, sofern angeboten, ein knuspriges Backesbrot mit Butter, Griebenschmalz oder Hausmacher Wurst probieren – das alles passt gut und ist einfach köstlich.

Beim Verlag Buch-Juwel laufen zurzeit neue Projekte mit spezieller Thematik. Einfach hin und wieder mal auf http://www.buch-juwel.de schauen, was sich tut. Ohnehin gibt es dort noch mehr rund ums Siegerland. Zum Anschauen alles ohne Anmeldung und kostenfrei!

Vom Erz zum Eisen: Siegerland in vielen Facetten

Juli 2014. Siegen (Dialog). Das Siegerland hat viele Facetten und eine reiche Geschichte. Bauten hier doch schon vor rund 2.500 Jahren die Kelten das Erz ab und gewannen ihm das begehrte Material Eisen ab. Im Land an der Sieg entstanden später Bergwerke, Hütten und Hammerschmieden, und dazu gab es die Hauberge, die Holz lieferten. Der Siegerländer Autor Georg Hainer, hat das eine und andere „Siegerländische“ in Heimatbüchern, aber auch auf der Internetseite buch-juwel.de beschrieben.

Die Bergwerke, die Gruben, haben die Zeiten nicht überlebt. Es existieren aber noch einige wenige „Museums-Bergwerke“. So können sich Interessierte zum Beispiel in Salchendorf bei Neunkirchen, in Eiserfeld, „Reinhold-Forster-Erbstollen“, und in Museen wie in Müsen, auf der Eremitage und im Siegerlandmuseum in Siegen, wo ein Schaustollen „unter Tage“ angelegt ist, einen kleinen Eindruck verschaffen. Leider hat man es im Siegerland weitgehend versäumt, die oberirdischen Grubengebäude, vom Förderturm bis zur Waschkaue, wie auf der „Ameise“ in Siegen oder am „Pfannenberg“ als eine Art Industriekultur wenigstens an markanten Orten zu erhalten. Schade drum. Weil früher Siegerländer Eisenerz und Eisen ein begehrtes Gut war und es mit die tiefsten Gruben gab. Schön ist zumindest, das sich zum Beispiel in Niederschelden eine Bergknappenkapelle erhalten hat, die gerade ein Jubiläum gefeiert hat. Und dann klingt es auch schon in den Ohren „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt …“.

Der Siegerländer Vergangenheit hat sich schon lange der Schriftsteller Georg Hainer angenommen. In den von ihm geschriebenen Büchlein geht es in Geschichten und Gedichten um die verschiedensten Traditionen und Eigenheiten im Siegerland, veröffentlicht im Verlag Buch-Juwel. So fand auch das Büchlein „Wo Eisen in den Bergen liegt“ besonderen Zuspruch. Zur Bergmanns- und Hüttentradition wurde gerade auch ein neues bebildertes Gedicht verfasst.

Traditionelles und Neuheiten

Findet sich auf den Verlagsseiten www.buch-juwel.de so manches Traditionelle, vom Hauberg, der besonderen Art der Niederwaldbewirtschaftung, bis zu typischen Speisen der Region, so ist doch ständig Neues in Arbeit. Neben den verschiedenen Bilderbogen und Postern zur Region, steht etwas Typisches zum Siegerland mit vielen Bildern kurz vor der Fertigstellung. Außerdem soll die Mundart-Reihe in besonderer Form ergänzt werden. „Wahrscheinlich wird beides zum Herbst hin spruchreif sein“, heißt es dazu von Verlagsseite.

Kurz vor Fertigstellung steht auch die neue Trilogie „Siegerland aus alten Zeiten“, die nach dem Ersten Weltkrieg beginnt, in die 20er- und 30-Jahre, dann in die 1940er und schließlich bis Anfang der 1950er führt: Nicht wissenschaftlich mit einer Aneinanderreihung von Daten und Fakten, sondern anhand von Aussagen und Erzählen von Zeitzeugen zusammengestellt sowie mit Bildern und Dokumenten aus dem Alltag unterlegt.

Das neue Gedicht von Georg Hainer „Vom Erz zum Eisen“ ist aber schon jetzt über buch-juwel.de, gleich auf der Titelseite, abrufbar.

Über die Webseiten www.buch-juwel.de findet man mehr zu Siegerländischem. Über diese Seite gibt es auch Anfragemöglichkeiten. Alle Heimatbücher sind ausverkauft. Vom Buch „Em Siegerland“ aus 2013 stehen aus der Nachauflage noch Restexemplare zur Verfügung.

Siegerland im Bilderbogen

Orte, Landschaften und herbstlicher Farbrausch

Oktober 2013. Siegen (jw). Das Siegerland ist eine facettenreiche Landschaft im südlichen Westfalen und jetzt auch auf den brandneuen +Bilderbögen des Verlags Buch-Juwel abgebildet.  Für Heimatfreunde zur Deko und zum Sammeln, zeigen die Poster anderen Orts- und Landschaftseindrücke als Anregung für Ausflüge oder Urlaub.

Die Nikolaikirche mit dem Krönchen, dem Wahrzeichen der Stadt Siegen, steht im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des „Sejerlänner Bilderbogens „. Die Fotoreise führt auch nach Dielfen, vom Regenbogen überspannt, sowie zum bekannten Fachwerk in Freudenberg, nach Eisern, zur Eremitage und zu zwei Besonderheiten, dem Hauberg, wie der Siegerländer eine bestimmte Form des Niederwalds nennt, und zu einem Kohlenmeiler

Der Bogen „Sejerlänner Herbst“ zeigt den Farbrausch, in den dank der Nadel- und Laub- sowie Mischwälder das Land an der Sieg Jahr für Jahr getaucht wird. Ein vielschichtiges Erntedankmotiv prägt den Mittelteil.

Die DIN-A3-Poster auf festem Papier eignen sich, mit und ohne Rahmen, zur Wohnungs- und Bürodekoration, sie sind ein schönes Geschenk und können gesammelt werden, da  von Landschafts- und Regionsbögen sowie von Nachbarkreisen Folgebögen mit anderen Motiven in Planung sind. Jedes Motiv trägt einen kurzen Bildhinweis, damit der Betrachter weiß, was er sieht. Außerdem gehört zu Landschafts- und Regionsbögen ein Beiblatt, in dem die Abbildungen näher beschrieben sind, bis hin zu geschichtlichen Hinweisen.  Zurzeit erschienen sind außer den hier kurz beschriebenen Bögen auch „Dilltal“  sowie „Westerwald“ sowie, für außerhalb des Siegerlandes, in Baden-Württemberg, das „Breisgauer Bilderbögele“.

Näheres und Muster sowie Weiteres rund ums Siegerland gibt es auf den Webseiten http://www.buch-juwel.de.

(Rechte auf Abbildungene und Texte bei presseweller.de)

Zentral zu Nord und Süd: Siegerland

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Freudenberg, bekannt für seine Fachwerk-Altstadt. (Foto: presseweller)

Die Rubens-Fachwerk-Region ist für Urlauber gut zu erreichen

August 2013. (Dialog). Das Siegerland im südwestlichen Westfalen lässt sich von außerhalb gut erreichen. Mit mehreren Abfahrten liegt es direkt an der Autobahn A 45. In der hügeligen Landschaft mit vielen Niederwäldern und insgesamt reichem Waldbestand wurde der große Maler Peter Paul Rubens geboren, außerdem birgt es mit dem Städtchen Freudenberg eine weithin bekannte Fachwerkidylle. Für Urlauber und Ausflügler ideal, weil es viel zum Gucken und zum Wandern gibt, vom Siegerland-Höhenring bis zum Rothaarsteig.

Als bedeutende Wirtschaftsregion mit Jahrhunderte alter Tradition ist es wichtig, dass das Siegerland zumindest straßenmäßig gut angebunden ist. Es wird von den Bundesstraßen B 54 und B 62 durchzogen sowie vor allem von der Autobahn A 45, die seit 1971 durchgehend nach Süd und Nord genutzt werden kann. In Verbindung damit gibt es zahlreiche Autobahnbrücken, besonders hoch und lang ist die Siegtalbrücke, die im Bereich Eiserfeld das Siegtal überspannt. Geht es nördlich Richtung Dortmund, kann man am Wendener Kreuz westlich auf die A 4 Richtung Bergisches und Rheinland abzweigen, östlich aber nur bis zur Krombacher Höhe. Trotz des stark gewachsenen Verkehrs nach dem Fall der DDR wurde es versäumt, die A 4 weiter bis zum Hattenbacher Dreieck in Hessen und damit zum weiteren Anschluss nach Osten und Norden zu bauen. Das Projekt scheint ad acta gelegt worden zu sein. Ob da angedachte Ortsumgehungen besser sind, ist eine ganz andere Frage.

Über die A 45 gelangt man aber Richtung Norden zum Westhofener Kreuz, wo sich dann und im folgenden Streckenverlauf die Autobahnen A 1 – Richtung Norden Bremen/Hamburg und die A 2 Richtung Hannover/Berlin anbieten. In südlicher Richtung gelangt man über das Gambacher Dreieck nach Wahl später auf die A5 Richtung Frankfurt/Basel, fährt um Richtung Norden und später Osten oder nutzt die A 45 bis zum Ende bei Aschaffenburg, um dann die A 3 Richtung Würzburg/München zu nutzen. Gut, nach Hamburg sind es aus dem Siegerland je nach Standort um die 440 Kilometer, in etwa so auch nach Südwesten wie Freiburg und rund 530 Kilometer nach München.

Von Siegen aus gibt es mehrere Bahnverbindungen wie beispielsweise Richtung Köln, Richtung Gießen/Frankfurt und Richtung Hagen und jeweils weiter. Besonders Geschäftsleute nutzen auch den nicht für große Passagiermaschinen gedachten Siegerland-Flughafen in Burbach-Lippe. Das Hauptaugenmerk für die meisten Urlauber liegt daher auf den guten Straßenverbindungen.

Viele Besonderheiten

Urlauber finden eine typische Mittelgebirgslandschaft mit sehr viel Wald, und zwar neben dem dominierenden Nadelwald auch viel Laub- und Mischwald. Eine Besonderheit sind die Niederwälder, die im Siegerland Hauberg heißen. Idyllische Dörfer und Städtchen bieten sich zum Relaxen und zu Aktivitäten an. Wandern ist angesagt: Von nahezu jedem Ort kann man über Wege durch die Wälder, an Bächen und Flüssen entlang streifen, der Rothaarsteig, der ein Stückchen weit ins nahe Hessen geht, führt durchs Siegerland bis ins Hochsauerland. Es bieten sich aber auch Höhenwege und -ringe an. Von den Höhen gibt es häufig beeindruckende Aussichten.

Im schönen Wittgensteiner Land, das zwar, politisch so bestimmt, zum Kreis Siegen-Wittgenstein gehört, bieten sich wieder völlig andere Landschaftsbilder und Ortsbilder. Dort läuft auch, bei Aue-Wingeshausen, seit einiger Zeit das Projekt mit einer Wisent-Auswilderung. Soweit nicht nur abwärtige Talpassagen genutzt werden, müssen Radler kräftig in die Pedale treten. Motorbiker finden kurvenreiche Strecken.

Wer im Zentralort Siegen unterwegs und kulturell und geschichtlich interessiert ist, sollte sich das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss anschauen. Dort gibt s auch eine Rubens-Galerie. Der bekannte flämische Maler Peter Paul Rubens wurde in Siegen geboren. Etwas unter die Erde „absteigen“ muss man zur Besichtigung des integrierten kleinen Schaubergwerks. Es erinnert an die alte Grubentradition des bedeutenden Erzabbaus im Siegerland.

Nur ein paar Gehminuten unterhalb des Schlosses Richtung Altstadt/Oberstadt trifft man auf die Nikolaikirche. Sie trägt ein güldenes Krönchen, das Wahrzeichen der Stadt. Noch ein paar Minuten weiter bergab steht die Martinikirche, die älteste Kirche Siegens. Gleich daneben das Untere Schloss, das nun Teil der Siegener Uni werden soll, und direkt dabei, im schönen ehemaligen Telegrafenamt, das Museum für Gegenwartskunst mit moderneren Arbeiten bis zur Videoinstallation und regelmäßigen Ausstellungen.

Museumsfreunde sollten, in kurzer Zeit über die Autobahn zu erreichen, auch Wilnsdorf besuchen. Ob alter Kaufmannsladen, altes Handwerk, die Schauanlage zu Rieselwiesen und Hauberg, Grubengeschichte, Gesteine und Bergmannsdokumente oder Frühzeit mit Steinzeitmensch und Mammut: Das Museum ist abwechslungsreich. Ein Besuch macht Freude. Übrigens: Wenn man in Wilnsdorf abfährt, gibt es auf der Rast – und Tankanlage seit diesem Jahr (2013) auch die optisch gelungene Autobahnkirche. Sollte man sich angucken!

In Hilchenbach-Lützeln kann man zur geschichtsträchtigen Ginsburg wandern, die einmal mehr die Verknüpfungen des Landes zu den Niederlanden unterstreicht: Mal hoch in den Turm und die Aussicht genießen. In Hilchenbach selbst kann man im Ortskern die großen sehenswerten Fachwerkhäuser bestaunen.

Freudenberg mit seiner Fachwerk-Altstadt muss man gesehen haben. Das Fachwerk-Ensemble ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Im Ort gibt’s auch eine Freilichtbühne sowie das Technikmuseum.

Nur ein paar der Besonderheiten. Einkehren, ob auf Essen oder Kaffee und Kuchen, kann man überall, und vielerorts gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Zu Details sollte man sich auf den Seiten der Orte schlau machen oder beim Tourismusverband des Kreises Siegen-Wittgenstein. Zu Siegerländischem und mehr gelangt man auch über die Seiten www.presseweller.de sowie www.buch-juwel.de. (jw)

(Klar, ohne Gewähr für die aktuelle Befahrbarkeit von Straßen, für Bahnanschlüsse usw.)

Reiseberichte zu Siegerland und Westerwald sowie zu verschiedenen anderen Urlaubszielen auf http://www.presseweller.de